Auf der Bürten wohnen Franz und Esther Hossle-Hartmann mit ihren Kinder Anuschka und Jessica sowie Hans und Hedy Hartmann-Schweizer und mein Bruder Hans Hartmann Junior sowie ganz viele mehr, das viele Beine hat.

Franz ist auf einem Landwirtschaftsbetrieb auf dem Kornberg im Fricktal aufgewachsen. Nebst den Milchkühen und dem Ackerbau gehörten auch schon immer Pferde zum Betrieb. Bereits von Kindsbeinen an hat Franz mit Pferden in der Landwirtschaft gearbeitet und frönte der Reiterei. Auch während der Zeit als er nicht im landwirtschaftlichen Bereich tätig war, blieb Franz der Reiterei treu und war regelmässig auf den Concours-Plätzen auf dem Pferd anzutreffen und amtete viele Jahre als Vereinstrainer im Fricktalischen Reiterclub.

Heute trainiert er seine Töchter Anuschka und Jessica und hat die eigenen Ambitionen zurück gesteckt. Und so freut er sich umso mehr über jeden Erfolg, den die Beiden erzielen.

Immer wieder nimmt Franz an Fachtagungen teil um seine Ideen und das Wissen in allen Belangen auszuweiten. Wie z.B. über Pferdehaltung (Equigarde), Mutterkuhhaltung oder an landwirtschaftlichen Weiterbildungstagungen.

 

 

Ich selbst - Esther -, bin auf Bürten geboren und aufgewachsen. Die Tiere und die Natur hatten immer einen grossen Stellenwert in meinem Leben. Nach der Berufslehre als Pharmaassistentin, diversen beruflichen Tätigkeiten und einem längeren Auslandaufenthalt in Australien und Kanada, lernte ich Franz kennen. Mit unserer jungen Familie kehrten wir 1991 wieder auf den elterlichen Betrieb zurück. Zwei Jahre später, im Frühjahr 1993, übernahmen Franz und ich den Hof von meinen Eltern.

Nebenbei: Es fällt mir schwer über mich selbst zu schreiben. Meine Biografie folgt dann in 20 Jahren... ;-)

 

Anuschka, unsere ältere Tochter ist in der KV-Ausbildung, Branche Chemie. Sie liebt die Pferde über alles und es ist kein Wunder, dass ihr grösstes Hobby reiten, reiten und nochmals reiten ist. Jedoch auch andere Sportarten wie das Snowboarden oder in einem guten Buch lesen, Musik hören, kochen und backen und sich mit Freunden treffen, machen ihr Spass.

Anuschka kennt sicht nicht nur im Reiten aus, sie weiss auch sehr gut mit Fohlen oder Jungpferden umzugehen. Sie lehrt den Jungen das Hufe geben, gewöhnt sie ans Putzen und macht in der Halle Führübungen. All dies wirkt sich sehr positiv auf das spätere Einreiten der Pferde aus, getreu dem Motto:"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr." Die Tiere selbst schätzen den ruhigen Umgang von Anuschka und lassen sich gerne ein bisschen verwöhnen.

Im November 2003 hat Anuschka die Springlizenz erworben. Wir wünschen ihr eine erfahrungsreiche, unfallfreie und erfolgreiche Turniersaison mit unseren Pferden.

Foto Links: Anuschka und Jessica

Jessica unsere jüngere Tochter ist ebenfalls in der Ausbildung, sie lernt Medizinische Praxis-Assistentin. In der Freizeit betreibt sie gerne Sport, fährt gerne Snowboard und ist auch oft auf dem Pferderücken anzutreffen. Sie hört sehr gerne und laut Musik und surft am PC bis dieser abstürzt. Jessi trifft sich oft mit Freunden und beklagt sich schon ab und an über die weite Distanz zum Dorf. Doch wenn sie kräftig bei der Arbeit auf dem Hof zupackt, was sie mit viel Elan und Geschick macht, fahren wir sie auch mal mit dem Auto runter ins Dorf.

Am Wochenende hilft sie auch oft auf dem Hof mit und am Abend geht sie gerne mal in den Ausgang. Jessica hat ein sehr gutes Gespür für Tiere, fährt gewandt den Hoftrac und bedient auch unsere anderen Maschinen sehr überlegt.

 

Auch Bruder Hans Junior wohnt auf der Bürte. Er arbeitet unter der Woche als Landschaftsgärtner in Diepflingen und am Wochenende ist er für die Umgebungsarbeiten auf dem Hof besorgt. Mit viel Liebe pflegt er die Stauden, Hecken und Bäume rund ums Haus und auch der Garten trägt seine Handschrift.

Bei den Eltern in der Hinteren Bürte ist er besorgt, dass die Stube warm wird, denn immer am Samstag füllt er den Holzvorrat auf. Hans, von allen liebevoll "dr Götti" genannt, verwöhnt uns immer wieder mit delikaten Süssigkeiten und am Wochenende unternimmt er auch gerne mit Paps und Mutti eine Ausfahrt.

 

Käthi wohnt zwar schon viele Jahre nicht mehr auf dem Hof, sie kommt aber jeden Mittwoch zu Besuch um bei Mutti und Paps ein bisschen im und ums Haus zu helfen.

Käthi geniesst die gute Küche von Mutti und sitzt gerne mit den Eltern für ein Plauderstündchen am Küchentisch.

 

 

Meine Eltern Hans und Hedy Hartmann-Schweizer leben im Haus nebenan, in der Hinteren Bürte.

Mutti ist die immer aufgestellte, gute Seele in der Hinteren Bürte. Sie geniesst das ruhigere Leben sehr, denn während den vielen Jahren im Geschäftsleben war ihr zwar nie etwas zuviel, doch sechs Kinder gross zu ziehen, den ganzen Haushalt, das Büro zu führen, am Morgen und Abend Kälbli zu tränken, das geht nicht ganz spurlos vorbei. Und trotz all der Arbeit hat Mutti nie einen Geburtstag von uns Kindern vergessen, der Tisch war immer schon am Morgen dekoriert. So auch an Weihnachten oder Ostern, Mutti verstand es immer uns zu überraschen und uns die Wärme spüren zu lassen.

Muttis Küche ist noch heute die Allerbeste. Mit viel Liebe, die Zutaten möglichst frisch aus dem eigenen Garten geerntet, zaubert sie jeden Tag ein feines Menü auf den Tisch. Hat man ein ganz exklusives Kleidungsstück zum Waschen, kein Problem s’Mutti macht das gern. Ihr Sinn für Exaktheit wissen auch Anuschka und Jessica sehr zu schätzen. Brauchen die beiden Rat beim Kochen oder Backen fragen sie ganz einfach "s’Mutti in der Hinteren Bürte". Und am meisten Spass macht ihr immer noch eine Französisch-Lektion mit den Mädchen zu üben.

 

Paps hat trotz manchem gesundheitlichen Rückschlag niemals seine Zufriedenheit und seinen Humor verloren. Der Anfang im 1958 auf Bürten mit vier kleinen Kindern und einem frisch erworbenen Betrieb erforderte viel Ausdauer und Bereitschaft zur Innovation. Der Heuet war noch sehr arbeitaufwändig. Die Schweinezucht war nicht sehr rentabel und mit der Milch konnte man auch nicht ins Dorf fahren, da der Weg zu weit war. So wurden also die Kälber gemästet. Trotz alldem war Paps stets zuversichtlich und steckte niemals den Kopf in den Sand.

Dank seinem immer fortschrittlichen Denken und da er immer offen für Neues war, begann er schon 1968 mit der Ponypension. Der Grundstein für ein erfolgreiches Geschäft war gelegt. Aus ein paar schwarzen zottigen Ponys wurden immer mehr und mehr vierbeinige Pensionäre und der Ausbau des Betriebszweiges Pferdehaltung lag nahe. Dies in einer Zeit als die Massentierhaltung Einzug hielt und nicht im Sinne von meinen Eltern ausartete.

Immer am Pulse der Zeit erwarb er 1970 den Vollblutaraber Hengst "Shah Jehan" (Sha'ir x Saidi v Shifari) aus England.Sein edles, arabisches Blut findet man auch in unserer Scheckenzucht wieder.

Auch ins zweite Glied zurückgetreten, ist seine innere Zufriedenheit spürbar. Die Freude am Geflügel und den Schafen nimmt einen grossen Teil seiner Zeit in Anspruch. Doch in erster Linie betreut er unsere Mutterkühe mit viel Wissen und einem wachen Auge und gemeinsam mit Franz besucht er Fachtagungen für Mutterkühe. Dort wird gefachsimpelt und einfach ein bisschen in gemütlicher Runde geplaudert.

 

Liebes Mutti, Lieber Paps
wir sind froh dass es euch gibt.
Ein Schwätzli bei euch in der Hinteren Bürte
ist jedes Mal eine Bereicherung für Geist und Seele.

Esthi Hossle