Auf unserem Weide- und Pferdezuchtbetrieb findet man Fohlen, Ferienpferde, Pferde zur Genesung, Pferde welche die Altersweide geniessen sowie Stuten mit Saugfohlen. Die Fohlen und die erwachsenen Pferde sind in unterschiedlichen Gruppen untergebracht doch alle haben täglich Zugang zu den Weiden und bei sehr schlechtem Wetter auf den grosszügigen Auslauf.

Im Winter werden die Pferde auf der Weide zugefüttert ebenfalls steht ihnen immer eine Raufe mit genügend Stroh zur Verfügung.

Wir legen grossen Wert auf eine artgerechte Haltung mit viel Bewegung und die dazugehörende entsprechende gesunde Fütterung mit qualitativ einwandfreiem Heu, Stroh und Heulage sowie Kliba Mischfutter. Das Heu und die Heulage wird vorwiegend selbst hergestellt.

Die erwachsen Pferde sind tagsüber auf den Weiden (im Hochsommer nachts) und werden am Abend in Ihre Einzelboxen eingestallt, wo sie individuell zugefüttert werden. Vor allem Pferde die nicht aus der Laufstallhaltung zu uns kommen, wie z.B. Sportpferde, können sich so sehr gut erholen.

Tagsüber können sie das Leben in der Gruppe geniessen und am Abend in Ruhe das Kraftfutter fressen und sich zurück ziehen und sind immernoch im Blickkontakt mit ihren Kollegen.

 

Immer am letzen Samstag im November treffen die halbjährigen Fohlen ein. Die ersten Tage sind die Kleinen schon noch etwas verloren ohne ihre Mütter, doch die Fohlen lernen sehr schnell sich in der Gruppe zu behaupten oder sich unterzuordnen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das richtige Sozialverhalten, später auch zwischen Mensch und Pferd. Die Fohlen sind im Laufstall untergebracht, haben aber Tag und Nacht Zugang zum Freilauf und dürfen natürlich auch auf die grosse Weide. Heu und Stroh steht ihnen rund um die Uhr zur Verfügung und das Kraftfutter bekommen sie in zwei Rationen auf den Tag aufgeteilt, immer mit ein bisschen Leinsamen darunter und einmal wöchentlich gibt es Rüebli.

Nur einmal jährlich im Frühjahr, am letzten Samstag im Mai, werden die Gruppen der ein und zweijährigen Stuten und Hengste auf getrennten Weiden zusammengesetzt. So entstehen weniger Unruhen in die Herden und alle haben die gleichen Chancen. Auch im Sommer steht ihnen Heu und Stroh zur freien Verfügung zusätzlich bekommen sie einmal täglich Kraftfutter. Mineralstoffsteine und Salz ist immer zur freien Verfügung. Die Fohlen haben immer die Möglichkeit sich in die Laufställe zurück zuziehen. Alle Fohlen werden regelmässig entwurmt und auch die Hufe vom Hufschmied in Form gebracht. Natürlich werden auch die Nachimpfungen Skalma/Tetanus an unseren Tierarzt veranlasst. Unsere jungen Pensionsgäste sind alle ans Halfter gewöhnt und auch durchwegs im Umgang sehr brav.

Bei uns leben viele verschiedene Pferderassen da hat schon jeder so seine typyschen Charaktereigenschaften, doch macht gerade das, eine Herde sehr interessant. Die Tierbesitzer dürfen ihre Fohlen jederzeit besuchen, jedoch ist es ratsam die Vierbeiner in der Herde nicht zu füttern, es entsteht gerne Eifersucht, über ein paar Streicheleiheiten freut sich das Fohlen genau so.

 

 

 

Ferienpferde, Pferde zur Genesung und Altersweidepferde, sind in getrennten Gruppen auf der Weide unterteilt nach Stuten und Wallachen. Nachts hat jedes Pferd eine eigene Boxe und bekommt sein Kurzfutter, Heu (Heulage bei Heuallergie) und Stroh. Wegen Verletzungsgefahr müssen alle Pferde hinten ohne Eisen sein. Für die Umstellungsphase oder bei Vierbeinern mit sehr schlechten Hufen kann man einen Kunststoffbeschlag wählen.

Unsere Pferde werden viermal jährlich entwurmt, vom Hufschmied regelmässig Hufe ausgeschnitten und die Wiederholungsimpfung Skalma/Tetanus durch den Tierarzt veranlasst. Neuankömmlinge werden zuerst an ein Pferd gewöhnt und erst dann in die Gruppe integriert was auch sehr gut funktioniert. Oft enstehen auch sehr enge Freundschaften und gerade diese Zuneigung untereinaner macht die Tiere so ausgeglichen und zufrieden. Natürlich gehören auch Machtkämpfe dazu schliesslich entsteht eine Herdenordnung nicht einfach aus dem nichts. Gerade unsere Altersheim-Gäste entwickeln sich zu richtigen Persönlichkeiten. Sicher ist es nicht immer einfach und braucht schon Geduld, ein Pferd das wohlbehütet aus einem Pensionsstall mit einzel Weidehaltung kommt, und schon 20 Jahren alt ist, plötzlich in eine Herde zu integrieren. Doch es funktioniert und ist herrlich mit zuerleben wie gerade die Alten Weisen, ihr Leben noch einmal in vollen Zügen geniessen und auch gerne (die anderen jüngere Generation) zurechtweisen.

Die Pferde dürfen immer besucht werden, wir sind jedoch froh wenn die mitgebrachten Fresspäckli dem Pferd in die Krippe gelegt werden, das Füttern auf der Weide bringt Unruhe in die Herde.

Präsentation Equigard,
Anuschka Hossle, September 2011
(Adobe PDF 30 MB)