|


Mein Lebenslauf
Ich wurde am 12. April 1994 geboren. Meine Mutter ist die Stammscheckstute Quanita und mein Vater der Schwedenhengst Galant.
Im September 1996 kam ich zu meiner Besitzerin Anita auf den Alphof in Arisdorf, wo ich anfangs an der Hand mit dem "alten" Pferd Airolo mitdurfte. Als 3-Jähriger wurde ich angeritten und ein halbes Jahr später absolvierte ich den Feldtest. Mit 4 Jahren musste ich regelmässig in die Dressurstunden, um schon bald an Dressurprüfungen teilzunehmen, wo ich von Anfang an klassiert war. Ein Jahr später begann Ruedi Blatter mit mir einen Springkurs. Nach einigen kleinen Startschwierigkeiten redete ich auch bei den Springprüfungen bald vorne mit und wir arbeiteten uns bis ins RIII.
Auch zirzensische Lektionen wie das Kompliment oder Kunststücke auf dem Böckli beherrsche ich. Aber ich bin für Anita nicht nur ein gutes Dressur-, Spring-, Freizeit und Zirkuspferd, sondern vor allem ein ganz spezieller Kamerad. Ich rufe ihr jedes mal zu, wenn sie in den Stall kommt. Und im Herbst darf ich immer 1-2 Monate auf Bürten in die Ferien.
Mein zweites Leben
Am 10. November 2005 bin ich schwer verunfallt. Das Sprunggelenk hinten rechts wurde auf der so stark zerschnitten, dass sowohl Sehnen, Muskeln und Adern wie auch das Gelenk selber verletzt waren. Trotz starkem Blutverlust wurde ich noch ins Tierspital Zürich transportiert und in der Nacht notfallmässig geröntgt und rund 5 Stunden operiert. Ich erwachte mit einem Gips. Nach 4 Wochen konnte ich mit einer Schiene wieder heim. Im Februar 2006 wurde der Stützverband entfernt. Anfang März durfte ich nach 4 Monaten Boxenruhe 2 - 3 Minuten (!!!) geführt werden, aufbauend bis 20 Minuten, damit Anita im April mit 20 Minuten Schritt reiten anfangen konnte. Nach einem weiteren Monat begann für 2 Monate der Trabaufbau und schliesslich die Gallopparbeit. Ein knappes Jahr nach dem Unfall startete ich bereits wieder die erste Dressurprüfung auf dem Schänzli und durfte mich durchaus sehen lassen. Und im April 2007 war ich an der ersten Springprüfung auch schon wieder auf der Ehrenrunde dabei.
Und das alles, obwohl niemand an mich glaubte und sogar die Spezialisten vom Tierspital meinten, dass ich vielleicht nicht einmal mehr als Ausreitpferd dienen kann. Ich bedanke mich bei allen, die mich operiert, verarztet, durchgefüttert, gepflegt oder mir die Daumen gehalten haben. |